In der Reihe Curupira Workshop sind seit ihrem Gründungsjahr 1996 bisher 20 Bände erschienen.

 

Der überwiegende Anteil dieser Bücher ist in Form von Sammelbänden strukturiert und hat daher meist mehrere Artikel unterschiedlicher AutorInnen zum Inhalt. Oft sind diese im Rahmen eines ethnologischen Workshops oder einer Tagung entstanden.

Neuerscheinung

Band 20: TRADITIONAL LAW IN THE CAUCASUS
Local Legal Practices in the Georgian Lowlands

Stéphane Voell (ed.) 2016

Svan people of the Georgian lowlands proudly talk about their traditional law and stress that it continues to be practiced in their new villages. While this is not wrong, Svan legal concepts are not only invoked with reference to conflict resolution and social order. In the new villages, traditional law rather represents a cultural narrative and a strategy of social localisation for people who were forced to migrate from their highland home to the south of the country.

The practice of traditional law in Georgia has been described mostly for the mountain regions. A Georgian-German research team investigated how former mountain dwellers who were relocated from Svaneti to southern Georgia rely on local legal conceptions in everyday life. Research showed that traditional law is still practiced, but only rarely used as a legal frame of reference. In the lowlands Svan traditional law should rather be described in terms of cultural narratives and a strategy of social localisation. In their individual papers the researchers discuss the practice of traditional law in Soviet times, blood feuding, concepts of honour and shame in gender relations and the spatial dimension of cultural narratives.

CURUPIRA
ISBN 978-3-8185-0524-0 
ISSN 1430-9750
EUR 20,–

Band 19: Ethnologen zwischen Beruf und Berufung. Tätigkeitsfelder und
praktische Tipps zur Orientierung (Adda/Klasing/Münzel)

Was kann man nach einem Ethnologiestudium beruflich tun? Diese Frage beantwortet der Band mit einer vielfältigen Sammlung an Erfahrungsberichten ethnologischer Tätigkeitsfelder. Die Bandbreite an hier exemplarisch dargestellten Berufsfeldern soll Denkanstöße für eigene zukünftige Einsatzbereiche geben, z. B. in Lehre und Forschung an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, in der Museumspädagogik, im Klimaschutz, im Tourismus, in der Entwicklungszusammenarbeit und Politikberatung, im Journalismus oder in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, im Wissenschaftsmanagement, als Selbstständige oder Angestellte, im Inland oder im Ausland. Daneben zeigen die einzelnen Beiträge auf, welche Eigenschaften für die jeweiligen Tätigkeitsfelder hilfreich sind und was es bei Bewerbungen auf Stellen und Förderungen sowie auf dem Arbeitsmarkt zu beachten gilt.

 

 

Band 18: Caucasus Conflict Culture Anthropological Perspectives on Times of Crisis

“At beginning there was a conference in Tbilisi. At the end there is this book. The latter is closely related to the former. The book would not have been possible without the initial conference. But the conference and the book are very different from each other. In November 2011 the Institute of Ethnology of the Ivane Javakhishvili Tbilisi State University hosted the conference ‘Caucasus, Conflict, Culture: First Symposium on Anthropology and the Prevention of Conflicts in Armenia, Azerbaijan and Georgia‘ (CCC1). The event was organised together with the Department of Cultural and Social Anthropology of the Philipps-Universität Marburg. It was probably the first purely anthropological conference (just three years after the Georgian-Russian War in August 2008) to deal with conflictual relations in the South Caucasus, focussing on the perspective ›from below‹ and including numerous local scholars. Many papers given at CCC1 referred explicitly or implicitly to the conflict-torn Caucasian present. The presenters touched a wide variety of topics, from mass protest rallies in Yerevan preceding the Nagorno-Karabakh war to staged skirmishes between prominent chefs in local restaurants, enacting a culture war on which nation supposedly invented which dish.” (Khutsishvili/Voell in the Preface of the book).

 

Rezension Curupira Workshop: Band 18

In der aktuellen Ausgabe des Caucasus Survey (Volume 4, Issue 1, 2016) ist eine Rezension zu "Caucasus Conflict Culture: Anthropological Perspectives on Times of Crisis" (Curupira Workshop: Band 18) erschienen. Kevin Tuite schreibt in seiner Rezension: “This reader’s overall impression of the Caucasus Conflict Culture collection is highly positive. The fieldwork-based studies presented by most of the contributors, despite (better yet, because of) their limited scope, offer welcome alternative voices and narratives to the dominant discourses from and about the South Caucasus”

Band 17: Mythen, Macht und Maskerade Der geschmückte Mann in Neuguinea. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung.

 

Von den Abelam stammt der Ausspruch: »Schöner als jede Skulptur ist ein geschmückter Mann«. Körperschmuck dient in Neuguinea nicht nur dekorativen Zwecken, sondern enthält Zeichen und Aussagen: über Geschlecht, Alter,
Lebensabschnitt, politischen und gesellschaftlichen Status, ethnische und religiöse Zugehörigkeit, Weltanschauung, Beruf, wirtschaftlichen Wohlstand und andere soziale Merkmale. Der vorliegende Katalog erscheint begleitend zu gleichnamigen Ausstellung in den Räumen des Fachgebiets Kultur- und Sozialanthropologie der Philipps-Universität Marburg. Gezeigt werden Exponate zweier universitärer Sammlungen sowie Leihgaben und Fotografien aus privaten Beständen. Anhand dieser ausgewählten Objekte wird insbesondere die Verbindung zwischen Schmuck, Schöpfung und Mythologie erläutert. Es wird der Frage nachgegangen, welche Funktion und Bedeutung männlicher Körperschmuck hat und welche Aussagen, Zeichen und Symbole sich hinter ihm verbergen.

Band 16: Contemporary Caribspeaking Amerindians. A bibliography of social anthropological and linguistic resources

 This is the first comprehensive bibliography of contemporary Carib-speaking Amerindians. It resumes widely dispersed social anthropological and linguistic resources for twenty-six different Carib-speaking groups as well as general and comparative works about this South American language family. Each group is introduced along with common ethnonyms, their settlement region, recent demographic data and a brief contact history. This bibliography contains about three thousand entries and offers a valuable tool for scholars and students of Carib-speaking Amerindians.

 

Band 15: "Fazendo, Olhando, Adaptando". Ilé Obá Sileké: Candomblé brasilero en Berlín.

 

El libro presenta resultados de la investigación del Departamento de Investigación Cultural Comparada – Antropología Cultural y Social de la Philipps-Universität de Marburgo en Alemania. Describe la formación de una casa de candomblé en Berlín. El candomblé es una religión que llegó de África occidental a Brasil y de allí siglos después a Berlin, con los migrantes brasileros. Candomblé es hoy practicada tanto por ciudadanos brasileros como por ciudadanos alemanes, sobre todo en Berlín y Hamburgo. En Brasil es una de las religions oficiales y sus seguidores son tanto negros como mestizos.

Das Buch stellt einen Teil der Ergebnisse der Forschung “Santería in Deutschland“ des Instituts für Vergleichende Kulturforschung - Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie der Philipps-Universität Marburg vor. Es beschreibt den Prozess der Entstehung eines Candomblé-Tempels in Berlin. Candomblé ist eine afro-brasilianische Religion mit Yoruba-Ursprung, die mit den brasilianischen Migranten nach Berlin gelangt ist. Candomblé wird heute sowohl von brasilianischen als auch von deutschen Bürgern – vor allem in Berlin und Hamburg – ausgeübt. Cadomblé ist in Brasilien als offizielle Religion anerkannt. Unter seinen Anhängern befinden sich sowohl Mestizen als auch Schwarze.

 

 

Band 14: In Vorbereitung

 

Band 13: Christentum und der Natürliche Mensch. Beiträge zur französisch-deutschen Tagung "Christianisme et l'homme naturel" (Journée d'études, Marburg, Janruar 2007).

"Die britischen, amerikanischen, dänischen, französischen, deutschen und russischen Entdecker, welche durch die gleiche griechisch-römische, humanistische Kultur geprägt waren, teilten diesen Völkern gegenüber auch widersprüchliche Ideen aus der Bibel, die jeden Sonntag vor versammelter Mannschaft verkündet und wieder und wieder vorgelesen wurden. In der Tat wohnten die bösen Kräfte von Gog und Magog im Norden, und die Matrosen fürchteten die schreckliche Gefahr, während einer diabolischen Nacht unter Heiden überwintern zu müssen, unter jenem Volk von Götzendienern, das die Bibel verurteilt." (Jean Malaurie)

 

 

Band 12: Kontrapunkte - Theoretische Transitionen und empirischer Transfer in der Afroamerikaforschung. Beiträge der Regionalgruppe Afroamerika auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Halle (Saale) 2007.
Inhaltsverzeichnis

Mit "Kontrapunkten" loten die hier vorgestellten Beiträge das Verhältnis von ethnologischer Theorienbildung und Empirie in der aktuellen deutschsprachigen Afroamerikaforschung aus.

Dafür wird Paul Gilroys "Black Atlantic" anhand von Studien in Jamaika und Kolumbien gegen den Strich gebürstet, der wissenschaftliche Afrozentrismus kritisch gelesen, die Beziehung von Religion und Popmusik in Kuba beleuchtet und die Kriminalisierung von Kultobjekten durch Politik, Polizei und Presse nachgezeichnet, die heute unbedarft in Museen präsentiert werden.

 

Band 11: Ethnologische Religionsästhetik - Beiträge eines Workshops auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Halle (Saale) 2005.

Nicht nur der Mensch, auch die Götter sind anfällig für das Schöne. Dessen Verführungskraft kann die Macht des Alltags und des Unheils überwinden. Die ethnologische Religionsästhetik, die der Gewalt der Ästhetik durch Kulturen und Religionen nachspürt, stellt jedoch fest, dass weder die Götter noch die Menschen die gleichen Vorlieben teilen. Schlichtheit oder Extravaganz, Abstinenz oder Obszönität, Sauberkeit oder Erotik können für die Gläubigen ästhetisch sein.

Den Gläubigen erscheint Religion oft schön, den Wissenschaftlern ist sie eher ein Problem. Wie kann die Ethnologie zu Freude an der Schönheit von Religion zurückfinden? Wie kann sie wieder lernen, an >herrliche Irrtümer< (Santayana) zu glauben?

 

Band 10: Afroamerikanische KontroversenBeiträge der Regionalgruppe >Afroamerika< im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Halle (Saale) 2005.

Grenzüerbschreitende Netzwerke der afrokubanischen Santería, verteufelte Gottheiten in Brasilien, Querelen um Reinheit oder Synkretismus im brasilianischen Candomblé, Kunst und Religion, Landrechtsfragen in Honduras und Probleme mit Tieropfern in der Diaspora - dies sind die Kontroversen, die in diesem ethnologischen Themenband zu Afroamerika aufgerollt werden.

»Konflikte, Konkurrenzen, Kontroversen« ist eine Zusammenstellung von Vorträgen, die mehrheitlich 2005 im Rahmen der Arbeitsgruppe »Afroamerika« auf der DGV Tagung in Halle/Saale präsentiert wurden und beinhaltet somit einen Überblick über aktuelle deutschsprachige Afroamerika-Forschungen. Konfliktlinien, die das Leben und Forschen im heutigen Afroamerika kennzeichnen, stehen im Zentrum eines jeden der sieben Beiträge. Sie reichen von Rivalitäten in der transnationalen Anhängerschaft der kubanischen Santeria, über die Verteufelung von Geistern in Brasilien, über Querelen um Reinheit oder Synkretismus im brasilianischen Candomble, bis hin zu den Konkurrenzen zwischen Kunst und Religion in Kuba. Darüber hinaus werden auch die Ausgrenzung einer schwarzen Wissenschaftlerin, Landrechtsfragen in Honduras oder die Verhandlungen über die Fortführung religiöser Praxis von nach Deutschland emigrierten Santeria-Anhängern präsentiert.

 

Band 9: Ideen über Afroamerika – Afroamerikaner und ihre Ideen. - Beiträge der Regionalgruppe ‚Afroamerika’ im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Göttingen 2001.

Die Autoren diskutieren in ihren Beiträgen Verbindungen afrobrasilianischer Religionen mit Afrika. Weiter kommen moderner Kitsch in der afrokubanischen Religionskunst, radikale Rastafaris und Reggae-Musik, afrokubanische Orichas in Berlin sowie die Skalvenvergangenheit im Gedächtnis der Gegenwart zur Sprache. Es werden Ideen aus der wissenschaftlichen Afroamerikanistik, aber auch Vorstellungen von Afroamerikanern über sich selbst vorgestellt.

Dieser Sammelband mit Beiträgen zu afroamerikanischen Themen konzentriert sich auf die weltweiten kulturellen Verflechtungen der Gegenwart. Verbindungen afrobrasilianischer Religionen mit Afrika, moderner Kitsch in der afrokubanischen Religionskunst, radikale Rastafaris und Reggae-Musik, afrokubanische Orichas in Berlin oder die Sklavenvergangenheit im Gedächtnis der Gegenwart kommen zur Sprache. Es werden Ideen aus der wissenschaftlichen Afroamerikanistik, aber auch Vorstellungen von Afroamerikanern über sich selbst vorgestellt. Ein Großteil der Beiträge sind Vorträge, die auf der deutschsprachigen Ethnologentagung 2001 in Göttingen gehalten wurden.

 

Band 8: Museum und Universität in der Ethnologie.

Museum und Universität sind beides Standbeine der Ethnologie. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Institutionen leisten im vorliegenden Band anhand ausgewählter Beispiele eine kritische Reflexion akuteller Fachprobleme und –entwicklungen, wobei der Schwerpunkt der Auseinandersetzung immer wieder auf den durch die institutionelle Zweigleisigkeit bedingten Unterschieden in Anforderungen und Arbeitsweisen liegt.

Erfahrungen mit dem Publikum kommen ebenso zur Sprache wie Ausbildungsfragen, Chancen und Schwierigkeiten architektonischer und konzeptioneller Neuerungen sowie Überlegungen zur Wissenschaftlichkeit bestimmter Repräsentationsformen. Veränderungen und Konstanten der vergangenen Jahrzehnte werden aufgezeigt, um sie in die Diskussion der Gegenwart bzw. in die Überlegungen zur Gestaltung der Zukunft mit einzubeziehen.

Museum und Universität sind die beiden zentralen Orte der akademischen Ethno­logie. Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse einer Tagung, auf der sich Ver­treter/innen aus beiden Bereichen mit dem aktuellen Stand ihrer Disziplin wie auch mit den unterschiedlichen Arbeitsweisen und Anforderungen innerhalb der jeweili­gen Institutionen auseinandersetzten. Neben der Diskussion bestehender und der Vorstellung neuer Museumskonzeptionen werden in den hier veröffentlichten Bei­trägen auch Ausbildungsfragen, historische Entwicklungen und Rahmen­bedingungen der wissenschaftlichen Arbeit diskutiert.

 

Band 7: >...ohne Museum geht es nicht< - Die Völkerkundliche Sammlung der Philipps-Universität Marburg.

Über 5.000 Objekte und Bilder aus allen Kontinenten besitzt die Völkerkundliche Sammlung der Marburger Philipps-Universität, die zugleich universitäre Lehrsammlung und öffentliches Museum ist. Mitarbeiter der Marburger Völkerkunde stellen verschiedene Abteilungen der Sammlung vor und berichten über zentrale museologische Themen. Auch Nicht­Wissenschaftler finden in diesem Buch einen leicht verständlichen Zugang zu den >fremden Dingen< und ihren kulturellen Zusammenhängen sowie zu weiterführenden völkerkundlichen Ein- und Ansichten.

 

Band 6: Standpunkte: Afroamerika im interdisziplinären Dialog: Beiträge der Regionalgruppe ‚Afroamerika’ im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Heidelberg 1999.

Autoren und Autorinnen aus der Völkerkunde, Literaturwissenschaft, Geschichte und Tourimusforschung stellen in diesem Buch unterschiedliche Zugänge zu Afroamerikanern, ihrer Geschichte und Kultur vor. Die Themenbreite reicht von den Sklaven der frühen französischen Karibikkolonien bis zum unausgesprochenen Rassismus in Brasilien. Aspekte der afrokaribischen Religion kommen ebenso zur Sprache wie der Karneval in den Großstädten der USA.

Der Sammelband zeigt interdisziplinäre Perspektiven aus der Afroamerikanistik auf, die 1999 auf der Tagung der deutschsprachigen Ethnologie in Heidelberg vorgestellt wurden. Die sieben Beiträge umfassen wissenschaftshistorische Analysen, Ansätze aus der Tourismusforschung und der Literaturwissenschaft sowie Einblicke in die Rassismusdebatte in Brasilien.

 

Band 5: Zur Beziehung zwischen Universität und Museum in der Ethnologie.

Museum und Universität sind beide Stätten der Wissenschaft, jedoch ist die eine mit der Assoziation an menschenleere, hallende Säle, ehrfurchtgebietende Eingangssäulen im gräzisierenden Stil und noch ehrfurchgebietendere Wächter verbunden, wohl auch aan begeisterte Einzelne, die sich in den Anblick von Raritäten versenken, während wir bei der anderen an desinteressierte Massen von jungen Menschen denken, die durch den Mangel an Bauideen der 60er Jahre, vorbei an verblassten Inschriften wie „Streik!“ und überfüllten Anschlagtafeln mit den verwehenden Angeboten unzähliger Seminare drängeln. Beim Museum fallen uns Ästhetik und Ergriffenheit ohne Menschen ein, bei Universität Menschen ohne Ästhetik noch Ergriffenheit.

Museum und Universität sind beide Stätten der Wissenschaft. Ethnologen, die so­wohl über Museums- als auch Universitätserfahrung verfügen, berichten über den schwierigen Spagat zwischen Theorie und Objekt, Ausstellungshalle und Seminar.
Die Beiträge wurden im Rahmen eines Symposiums zum Thema »Zur Beziehung zwischen Universität und Museum in der Ethnologie« vom 16.-18. Juli 1999 an der Philipps-Universität Marburg gehalten und versuchen eine Brücke zu schlagen zwi­schen den verschiedenen Formen der Diskussion und Darstellung, wie sie in den genannten Institutionen vorherrschend sind.

 

 

Band 4: Religion und weibliche Identität – Interdisziplinäre Perspektiven auf Wirklichkeiten.

Religionen gehen über weltliches Geschehen hinaus indem sie es transzendieren. Die Identität von Frauen ist unter anderem durch ihre Position am Rande des sozialen Machtgefüges geprägt.
Die Tagungsbeiträge des Symposions „Religion und weibliche Identität“, die in diesem Buch versammelt sind, zeigen aus kultureller, historischer, religionswissenschaftlicher und künstlerische Sicht wie Frauen in verschiedenen Kulturen und Gesellschaften persönliche Stärke und Identität gerade aus ihrer gesellschaftlichen Marginalität gewinnen können, wenn diese mit religiöser Daseinbestimmung verbunden wird.

Das vorliegende Buch beinhaltet Beiträge zum Symposion 'Religion und weibliche Identität', welches 1998 an der Philipps-Universität Marburg stattfand. Die Autorinnen begegnen dem Thema der Veranstaltung aus kulturellen, religiösen, historischen oder performativen Perspektiven. Diese verschiedenen Herangehensweisen zeigen, daß Reli­gion nicht vorrangig ein Rückzugsgebiet aus dem Alltag darstellt, sondern auch Möglichkeiten zu einer kritischen Mitwirkung in sozialen Wirklichkeiten bietet. Überall in der Welt ist die Position der Frau am Rande des sozialen Machtgefüges. Diese marginale Stellung eröffnet ihr, aus einer religiösen Perspektive gesehen, eine persönliche und weibliche Identität zu entwickeln, die auch Formen sozialer Macht beinhaltet. Die in diesem Buch vorgestellten Fallstudien entspringen verschiedenen Kulturen in Europa, Lateinamerika und Asien, innerhalb des Chri­stentums und des Islams.

 

Band 2: Das afrikanische AmerikaBeiträge der Regionalgruppe ‚Afroamerika’ im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Frankfurt am Main 1997.

Afroamerika ist ein relativ wenig bearbeitetes Thema, das gegenwärtig zunehmend Interesse weckt.

Mit Beiträgen zu Religion, Idenität, Literatur, Ethnohistorie und Film wird in diesem Buch das Spektrum der ethnologischen Forschung zu Afroamerika vorgestellt. Die Karibik als Ort des Zusammentreffens unterschiedlicher europäischer und afrikanischer Traditionen bildert dabei einen regionalen Schwerpunkt.

 

Band 1: Gespräche mit Frauen aus der Türkei in Stadtallendorf – Ergebnisse eines Forschungsprojektes.

In den Jahren 1991 und 1992 hatten wir - eine Gruppe von Studentinnen des Fachgebiets Völkerkunde an der Universität Marburg und ich - die Mög­lichkeit, eine Untersuchung zur Lebenssituation von Frauen aus der Türkei in Stadtallendorf durchzuführen. Bei mehreren Besuchen in Stadtallendorf kamen schließlich neun mehrstündige Gespräche mit acht Frauen zustande, die auf Tonband aufgezeichnet wurden und Grundlage der m diesem Buch ab­gedruckten Beiträge sind.

Die hier zu Wort kommenden Studentinnen haben m der Essenz die Frage nach der eigenen Unterdrückung als Frau untersucht. Diese ganz persönliche Fragestellung bedeutet weitgehend die Ethik dieser Untersuchung, sie hebt die Subjekt-Objekt-Beziehung zwischen Forscherin und Erforschten zum Teil auf. Es sind aber keine persönlichen Erlebnisberichte Die Studentinnen ar­beiten mit ihrem ethnologischen/ethnographischen Handwerkszeug, und damit ist der Rahmen, in dem sich dieser doppelte Erkenntnisprozeß abspielt, ein akademischer. Wir erfahren Fakten und Zusammenhange vom Leben in der Türkei und vom türkischen Leben in Deutschland Die Autorinnen suchen Erklärungen, gehen mit Fakten und Daten um, suchen nach Klarheit und Erkenntnis in Fragen, die sie dann allerdings auch selbst betreffen.