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Comiclesung RausRein

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Am 27. Juni 2017 lud Curupira. Förderverein Kultur- und Sozialanthropologie in Marburg e.V. in Kooperation mit der hessischen Fachpromotorin für Globales Lernen und dem Weltladen Marburg zu einer spannenden Lesung und zu einem Abend der kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte ein.

Deutsche Kolonialgeschichte mithilfe eines Comics aufarbeiten und darstellen? Wie das geht, zeigt der Comicband "Raus Rein – Texte und Comics zur Geschichte der ehemaligen Kolonialschule in Witzenhausen" (Avant-Verlag, Hrsg. Dr. Marion Hulverscheidt, Prof. Hendrik Dorgathen), den Studierende der Agrar- und Geschichtswissenschaft der Universität Kassel gemeinsam mit einem Kurs der Kunsthochschule Kassel verfasst und gestaltet haben.


Basierend auf der Analyse von Dokumenten, Gegenständen, Akten, Fotos und Nachlässen beschäftigt sich der Comic mit der Geschichte der deutschen Kolonialschule Witzenhausen, in der von 1898 bis 1944 Studierende in tropischer Landwirtschaft unterrichtet wurden, um sie für ihren Dienst in den Kolonien auszubilden. Die Geschichten, Dokumente und Texte illustrieren nicht nur historische Ereignisse, sondern bieten einen kritischen Blick auf ein Kapitel deutscher Kolonialgeschichte, die bis heute kaum aufgearbeitet ist. Dieser Lücke widmen sich die Autor_innen und Künstler_innen des Comicbandes "Raus Rein".

Am 27. Juni 2017 lud "Curupira" – Förderverein Kultur- und Sozialanthropologie in Marburg e.V. in Kooperation mit der hessischen Fachpromotorin für Globales Lernen und dem Weltladen Marburg zu einer spannenden Lesung und zu einem Abend der kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte ein. Die Veranstaltung fand im Kerner am Lutherischer Kirchhof statt und war mit rund 40 Gästen sowie auch über den Abend hinausragende Diskussionen ein voller Erfolg.