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Band 24

Heike Thote

Die ironische Wissenschaft

Über die Brüche in der Völkerkunde (Borges, Greenblatt, Viveiros de Castro)

Es gibt keine Konstrukte (Listen, Enzyklopädien, Kulturmonographien) als Antwort (zur Frage wie man Daten lesen kann). Es gibt nur kleine Geschichten, die uns etwas vom Anderen anblicken und erblicken lassen: Geschichten vom Jaguar (dem indianischen, dem westlichen), dem Hehehehé-Tanz, dem Ara und der Schamanentrommel oder leiste Geschichten vom Ethnographen auf der Flucht der Indigenen, der Fluchzt der Indigenen vor dem Ethnographen, vom Sicherverweigern und dem Schweigen...

Insoweit gibt es nur ein >kleines< Happy End, eines mit dem Pferdefuß: Jede Schrift (auch die kleine Erzählung oder die indigene Äußerung in westlichen Gattungen) ist, wei sie fixiert wird, phantastische Literatur, ein Teil des endlosen Kannibalentextes.

Liest man einen völkerkundlichen Text auf seine Fiktionalität hin und einen fiktionalen Text auf seine völkerkundlichen Daten hin, entsteht eine unüberbrückbare Kluft zwischen Text und Date. Wie soll man lesen) Die Arbeit plädiert, mehr auf die >Fußspuren> indigener Objekte, Gedanken etc. hin zu lesen, die in westlichen Texten Fuß fassen. Diese Spuren nenne ich nach einer Erzählung des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges hrönir. In unsere Welt trudelt mittels Sprache und allgemein >Objekte< (eben hrönir) die fremde Welt ein, so auch in völkerkundliche oder belletristische Texte. Dies wird hier gezeigt mittels >Unterthemen< wie kleine >Geschichten< oder Heterologien in der Völkerkunde und den Humor, den Völkerkunde (als Theorie, als Lebensstil) entfacht. So ist die Völkerkunde eine >ironische Wissenschaft<: erstens, weil sie eine bestimmte Art des Lachens hervorruft, zweitens, weil sie in sich einen Riss trägt: den der romantischen Ironie. Romantische Ironie ist hier die Unvereinsbarkeit von Text und Leben oder Ich und Du.


Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 10. Dezember 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

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